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Beginn einer neuen Ära für Bücherwürmer?

Amazon ist ganz vorn dabei, Google ist eingestiegen und Sony darf nicht fehlen, wie zuletzt SPIEGEL ONLINE berichtete. Es geht um das E-Book sowie die zugehörige Soft- und Hardware. Nach mehrmaligen Ankündigungen in den letzten Jahren ohne nennenswerte Erfolge macht sich das elektronische Buch nun doch zaghaft im Markt bemerkbar. Der digitale Lesestoff ist auch ein Thema auf der diesjährigen Buchmesse (14. bis 18. Oktober) in der Mainmetropole. Auf der offiziellen Website der Frankfurter Buchmesse ist in einer Pressemitteilung zu lesen: Gerade einmal 65.000 E-Books konnten im ersten Halbjahr 2009 in Deutschland verkauft werden (Quelle: GfK). Dennoch bereiten sich diverse Verlage auf elektronische Zeiten vor.

 

Entscheidend für erste Erfolge, eventuell schon bald im traditionell starken Weihnachtsgeschäft, ist die Tatsache, dass erstmals das Angebot komplett ist: Es gibt eine atttraktive Auswahl an Lesestoff, Lesesoftware und Hardware. Der Markt profitiert auch davon, dass der elektronische Lesespaß nicht nur mit speziellen, dafür vorgesehenen Lesegeräten möglich ist, sondern auch am Laptop, Netbook, PDA oder Smartphone. Gerade bei den handlichen mobilen Geräten hat die Bildqualität enorm zugelegt. Dies könnte die Akzeptanz für E-Books bei den Verbrauchern steigern, da sie nicht ein spezielles Lesegerät anschaffen müssen, sondern die eigene Hardware nutzen können. Wer einmal auf den Geschmack gekommen ist, oder keine adäquate Hardware besitzt, könnte an den eigens für E-Books konzipierten, komfortablen Lesegeräten durchaus Gefallen finden. Diese werden – wie bisher jedes neue Digitalprodukt – mit steigenden Verkaufszahlen immer bezahlbarer werden.

 

Dass das gedruckte Buch irgendwann ganz vom Markt verschwindet, kann sich heute niemand vorstellen. Wer in den nächsten Wochen die Filialen einer großen Buchhandlung am Stachus oder Marienplatz betritt, umso weniger. Bücher über Bücher stapeln sich in mehreren Etagen und die Leute greifen zu wie eh und je. Wachsende Marktanteile bei den E-Books und mittelfristig eine Koexistenz mit der Druckware erscheinen aber nun doch greifbar.

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