War bislang das Auto als einer der größten Klimakiller verschrien, rückt die Landwirtschaft zunehmend ebenfalls ins Visier der Klimaschützer. Dabei geht es in erster Linie nicht um den CO2-Ausstoß, der durch Landmaschinen und bei Verarbeitungsprozessen entsteht. Vielmehr nimmt die Tiermast, hier speziell das Rind, in der Klimadiskussion mehr und mehr in etwa die Stellung ein, welche bislang großen Geländewagen vorbehalten war. In der Tat erweist sich die Verdauung der Kühe als großes Problem. Die Wiederkäuer scheiden nicht unbeträchtliche Mengen an Methan aus, das in Sachen Treibhauseffekt bei gleicher Menge deutlich wirksamer ist. Weitere negative Klimaeffekte entstehen durch das in der konventionellen Landwirtschaft in riesigen Mengen verfütterte Soja aus Übersee. Für den Anbau dieses eiweißhaltigen Kraftfutterbestandteils werden etwa in Brasilien nach wie vor Regenwaldflächen gerodet, was für die Klimabilanz katastrophal ist.
Ausgehend von diesen Hintergründen erweist sich die Ernährung als ein Teilaspekt des Klimaproblems, bei dem jeder selbst ansetzen kann, wie etwa bei Focus im Internet zu lesen ist. Dass eine selbst moderate Ernährungsumstellung der Gesundheit zugute kommt, ist ein willkommener Nebeneffekt dieses Beitrags zum Klimaschutz. Das Credo lautet weniger Fleisch, speziell Rind, und mehr Gemüse, Getreide, Kartoffeln und Obst. All dies im Optimalfall aus der Region und für vorbildliche Konsumenten, die gerne etwas mehr in die Ernährung investieren, Produkte aus ökologischem Anbau. Fazit: Mit gutem Gewissen schmeckt´s einfach besser!