Nachverfolgbarkeit als USP? Wie aus Laborarbeit Vertrauen entsteht
Oritain Labor (Foto: Oritain)
Transparente Lieferketten sind heute in vielen Branchen ein wichtiger Differenzierungsfaktor. Konsument:innen, Handel und Hersteller:innen wollen zunehmend wissen, woher Produkte stammen und unter welchen Bedingungen sie hergestellt werden. Herkunft, Nachhaltigkeit und faire Produktion sind zentrale Themen der öffentlichen Debatte – gleichzeitig wächst jedoch die Skepsis gegenüber bloßen Versprechen. Ob bei Textilien, Lebensmitteln, Möbeln oder Kosmetika: Labels und Siegel schaffen zwar Orientierung, beantworten aber oft nicht die entscheidende Frage: Lässt sich Herkunft tatsächlich belegen?
Genau hier wird Kommunikation anspruchsvoll. Denn je stärker Unternehmen Nachverfolgbarkeit in den Mittelpunkt stellen, desto größer wird das Reputationsrisiko, wenn Aussagen nicht überprüfbar sind. Greenwashing-Vorwürfe entstehen häufig dort, wo Transparenz behauptet, aber nicht nachvollziehbar erklärt wird.
Ein aktuelles Interview auf cash.at greift diese Fragestellung auf. Darin erläutert David Psomiadis von Imprint Analytics, Partner des Herkunftsverifizierungs-Spezialisten Oritain, wo sich Nachverfolgbarkeit tatsächlich als USP eignet – und wo dokumentierte Herkunft allein an ihre Grenzen stößt. Im Mittelpunkt steht dabei eine Technologie, die auf den ersten Blick erklärungsbedürftig ist: wissenschaftliche Herkunftsverifikation aus dem Labor.
Genau solche Themen begegnen uns in der täglichen Arbeit immer wieder. Oritain ist ein hochspezialisierter Anbieter, dessen Mehrwert nicht im Marketingversprechen, sondern in komplexer analytischer Arbeit liegt – von Isotopenanalysen bis zu KI-gestützter Datenauswertung. In der kommunikativen Begleitung geht es deshalb darum, diese Komplexität verständlich herunterzubrechen: zu erklären, warum Laboranalytik das Vertrauen in Marke, Anbieter und Produkt untermauert – und weshalb belegbare Herkunft heute ein echtes kommunikatives Differenzierungsmerkmal ist.
Für die strategische Kommunikation ergibt sich daraus ein klarer Lernpunkt. Herkunft und Nachhaltigkeit lassen sich heute nicht mehr nur erzählen – der Blick in die forensische Laboranalyse, also der Nachweis von Echtheit sowie das Aufdecken möglicher Abweichungen oder Betrugsfälle, wird selbst zum spannenden Thema für Verbraucher:innen und die Branche. Technologien wie die wissenschaftliche Herkunftsverifikation liefern dabei nicht nur Daten, sondern auch die Grundlage für glaubwürdige Geschichten. Kommunikation übersetzt diese Substanz in Vertrauen.