Med-Tech: Wie Materialise europaweit die digitale OP-Planung voranbringt
Die digitale Transformation in der Medizin entwickelt beeindruckende Möglichkeiten, auch für sehr komplexe Spezialgebiete wie der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (MKG). Bei Rekonstruktionen und Implantaten sind die Vorbereitung und Durchführung von Operationen aufgrund der anatomischen und funktionellen Komplexität des Gesichtes besonders aufwendig. Neueste Technik, hohe Präzision und eine funktionierende Zusammenarbeit von Ärzten und “Clinical Engineers” ermöglicht heute einen hohen Personalisierungsgrad bei Behandlungen, eine weit verbesserte medizinische Planung, vom Scan bis zum OP-Saal, und damit Vorhersagbarkeit.
Ein führender Spezialanbieter in Europa ist das belgische Unternehmen Materialise, das wir bei Harvard Engage! in diesem Jahr in der PR-Arbeit unterstützen dürfen und so die Entwicklungen modernster digitaler Lösungen im MKG-Bereich gegenüber europäischen Fachmedien vorstellen können.
Materialise arbeitet seit vielen Jahren mit führenden Chirurgen zusammen, die 3D-Technologie und damit digital unterstützte Behandlungsmethoden wirksam einsetzen. Einer der renommiertesten Spezialisten und Pionier in der modernen MKG-Rekonstruktion ist Professor Thomas Schouman von der Universität Sorbonne in Paris. In einem gemeinsamen Interview mit Maarten Zandbergen von Materialise für das Fachmagazin “Healthcare In Europe” berichtet Schouman von dem Wandel der digitalen OP-Planung hin vom “Vorteil” zur heutigen “Notwendigkeit”.
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Interview in Healthcare-In-Europe “Personal implants in CMF surgery”
Berufsbild MKG
Die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie ist eine vorwiegend chirurgische Fachdisziplin, die durch eine hochspezialisierte Ausbildung der anatomischen und funktionellen Komplexizität des Gesichtes und der Kiefer Rechnung trägt. Deshalb basiert die Facharztausbildung nach abgeschlossenem Studium der Humanmedizin und Zahnmedizin auf einer mindestens fünfjährigen Weiterbildungszeit. In zwei weiteren Jahren kann die Spezialisierung für plastisch-rekonstruktive Maßnahmen im Kiefer-Gesichtsbereich erfolgen.
Die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie umfasst die Erkennung, Behandlung, Prävention und Rehabilitation von Erkrankungen, Verletzungen, Frakturen, Fehlbildungen und Formveränderungen der Zähne, der Mundhöhle, der Kiefer und des Gesichtes. Einen besonderen Schwerpunkt bildet dabei die funktionelle (Kauen, Schlucken, Sprechen) und ästhetische Rehabilitation des Patienten.
Quelle: DGMKG