Produktivitätsbremse Bürokratie: Warum Automatisierung zum Kommunikationsthema wird
Administrative Routinen kosten Zeit – und Unternehmen mehr als nur Effizienz. Eine aktuelle Studie von Ricoh zeigt, wie stark deutsche Beschäftigte durch manuelle Prozesse und fehlende Automatisierung ausgebremst werden. Rund 16 Stunden pro Woche verbringen Mitarbeitende mit Verwaltungsaufgaben, die sie von wertschöpfender Arbeit abhalten.
Aus Kommunikationssicht ist besonders relevant, dass sich hier eine deutliche Lücke zwischen Wahrnehmung und Handeln zeigt: Führungskräfte erkennen zwar den Produktivitätsverlust und die Risiken ineffizienter Prozesse, doch bei vielen Mitarbeitenden kommt davon wenig an. Die Folgen sind Frustration, sinkende Kreativität und steigende Compliance-Risiken – Themen, die längst nicht mehr nur intern, sondern auch öffentlich und medial diskutiert werden.
Genau hier wird Automatisierung zum erklärungsbedürftigen Zukunftsthema. Es geht nicht nur um neue Tools, sondern auch darum, wie Unternehmen ihre Arbeitsweise zukunftsfähig gestalten, Risiken reduzieren und Freiräume für produktive Arbeit schaffen können. Studien wie diese liefern eine weitere Datengrundlage dafür und machen deutlich, warum New Work, digitale Büroarbeit und Prozessautomatisierung heute in Deutschland noch nicht so funktioniert, wie man denken mag und die Barrieren für Veränderungen in der Arbeitswelt in der Realität noch groß sind.
Die Ergebnisse der Ricoh-Studie wurden unter anderem von ECMguide aufgegriffen und eingeordnet.