Sieben Statements zur PR Arbeit in 2026

Was kommt? Was bleibt? Was ändert sich? Das Fachmagazin PR Journal hat Kommunikationsagenturen nach ihrer Perspektive auf das Jahr 2026 gefragt. Auch wir als internationale Technologie-PR Agentur aus München haben dazu ein paar Gedanken zu Themen und Entwicklungen für das gerade angelaufene Jahr beigetragen. Die persönlichen Statements von unserem Geschäftsführer Oliver Sturz im Überblick:

 

1.     Kernaufgabe der B2B-Kommunikation bleibt es, Vertrauen in die Marke, das Unternehmen und seine Protagonisten aufzubauen - Awareness zu schaffen, Visibilität und Wirkung zu erreichen. Vertrauen und Glaubwürdigkeit sind heute mehr denn je elementar. Und so bleibt „earned media“ das Herzstück der PR. Das gilt nicht nur für den redaktionellen Themenpitch bei Journalisten und traditionellen Medienhäusern, sondern für zahlreiche Multiplikatoren (den sogenannten Key Opinion Leader (KOL)) sowie alle Kanäle.

2.     Dafür braucht es relevanten Inhalt und Storytelling-Techniken, Newsjacking, fundierte Daten-Insights und starken Meinungen von Sprechern – also Thought Leadership. Agenturen entwickeln und bespielen diese starke inhaltliche Basis und erweitern die Spielfläche auf social und paid media. Es bleibt ein wichtiger Agentur-Skill, Content interdisziplinär zwischen Kommunikation und Marketing zu konzipieren und in allen Kanälen platzieren zu können.

3.     Thematisch braucht es einen Match zwischen den Narrativen des Unternehmens und den aktuellen öffentlichen Debatten. In der B2B-Kommunikation können das technische Entwicklungen sein, natürlich häufig in Verbindung mit KI und Transformation, oder ein geopolitisches Thema wie Lieferketten oder Digitale Souveränität. Das ist für europäische Technologiefirmen wirtschaftlich wie gesellschaftlich hochrelevant und damit ein starkes Kommunikationsthema.

4.     Ein weiteres Über-Thema ist die Transformation der Arbeitswelt, das uns und unsere Kunden beschäftigt: Wie verändert sich Arbeit in Produktion und Büro, Stichwort New Work und Hybrid Work? Welche Methoden stärken unsere Unternehmen und unsere Wirtschaft, beispielsweise durch Projektmanagement als Unterstützung für Effektivität, Up- und Reskilling und Kollaboration. Hier bieten Praxisbeispiele, Studien und Kommentare auch 2026 viele neue Themenansätze.

5.     Im Consumer-Bereich, beispielsweise beim Gaming, bei Unterhaltungselektronik oder Smart Home Anwendungen, kommt es weiterhin auf den richtigen Mix der Kanäle von klassischen Medien, Instagram und Tik Tok und von integrierten PR-Marketing-Ansätzen an.

6.     Evaluation und die Entwicklung von fundierten Content-Strategien sind ein Schwerpunktthema für 2026. Generative Engine Optimization (GEO) ist das Schlagwort der Stunde für alle, die auf qualitative Inhalte bauen und die zunehmende Relevanz von KI-Suche verstehen. GEO stärkt PR-Agenturen, da qualitativer Content und nicht nur Keywords wie bei SEO die Sichtbarkeit bei KI-Suchergebnissen erhöht.

7.     Die Zusammenarbeit eines großen Unternehmens mit einer kleineren Agentur ist keine Barriere, sondern häufig sogar gewünscht. Transparente Strukturen, mehr Nähe zum Team, Agilität und Flexibilität sowie ein hoher Spezialisierungsgrad können ein Plus für Kommunikationsagenturen mit 10 oder 15 Mitarbeitenden sein. Kooperationen in Expertennetzwerken ermöglichen die Ressourcen zuverlässig zu skalieren. Ein Preisvorteil gegenüber großen Agenturnetzwerken kann in Zeiten knapper Budgets ein schlagendes Argument, insbesondere in Verbindung mit klaren KPIs und Kriterien, die PR-Arbeit messbar machen zu können. Auch große Unternehmen schauen nicht nur auf die Top 20 der deutschen Agenturen, sondern schätzen es, wenn ihr Kundenberater zugänglich, proaktiv und kompetent an ihrer Seite steht.

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